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Polyphasenschlaf - Tag 2 1/2

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General 29 March 2006 - 

Der erste Rückschlag ist zu verzeichnen. Dazu später mehr.

Nachdem ich mich mit dem Gedanken angefreundet habe, endlich mehr Zeit zur Erledigung meiner Aufgaben zu haben, habe ich den Tag wesentlich lockerer betrachtet und bin diesen auch, wie soll ich sagen, mit weniger Hektik angegangen. Somit dann morgens im Bad noch ein wenig Zeit verbracht - Rasieren, was ich bisher meistens nur am Wochenende mit Muße erledigen konnte, danach einen kleinen Happen der frisch gekochten Grütze und dann ab an den Bahnhof, so dass ich den Zug kurz vor 8:00 noch erwische. Allein diese Tatsache, dass ich so früh ins Büro fahre, ist außergewöhnlich!

Die Zugfahrt wird unangenehmer als erwartet, geradezu zur echten Tortur. Ab etwa der Hälfte der Strecke werden die Augenlider schwerer und muss etliche Sätze in dem Buch, dass ich während der Fahrt lesen wollte, mehrfach durchgehen. Ab und zu sackt auch der Kopf nach unten. Nix da, durchhalten; Schlafen ist für 9:00 angesagt. Und es bessert sich auch nach dem ich in Kaiserslautern den Zug verlassen habe und wieder aktiv bin. Okay, die Beobachtung hier ist: Aktiv bleiben, gerade am Ende einer Wachphase.

Nach einem kurzen Schläfchen ist der Morgen ab 9:30 wieder voll in Ordnung und die Müdigkeit ist vollständig weg. Normales Arbeiten ist nun angesagt. Es geht gut voran, die Aufgaben gehen gut von der Hand und ich komme beim Codereview gut mit dem Refactoring voran. Meine Stimmung ist sogar ein wenig besser als sonst; weniger mürrisch. ;-)
Die Kollegen haben inzwischen das Büro zum Mittagessen verlassen und ich werf' mich gegen 13:10 für den nächsten Schlaf auf meinen Schlafsack. Alles in bester Stimmung, der Nachmittag verläuft genauso wie der Vormittag, keinerlei Einbußen oder "Downzeiten" zu verbuchen. Lediglich habe ich eisige Hände und ein leichtes Kribbeln in den Fingerspitzen. Gegen 16:45 registriere ich ein weiteres Signal meines Körpers - meine Ohren werden wärmer. Die Hände sind inzwischen wieder okay, aber die Ohren... herrje, die werden langsam richtig heiß. Ich glaube der beste Vergleich zur Beschreibung ist, wenn man im eiskalten Winter längere Zeiten draußen ist und dann in die aufgeheitze Stube zurückkommt. Dann bekommt man auch nach kurzer Zeit warme Wangen und heiße Ohren. Genau so fühlt es sich an. Leider sind noch ein, zwei Aufgaben für den Kunden zu erledigen. Die Ohren werden weiterhin wärmer und um 17:30 stoppe ich meine Aktivitäten. Ich muss mich schlafen legen, sonst wird das nichts.

Nach dem Reboot wird es wieder besser. Ich fühle mich im Vergleich vor dem Schlaf wieder entspannt und ausgeruht - sozusagen aufgeladen. Die Ohren sind zwar immer noch warm, aber sie beginnen wieder abzukühlen. Komischer Effekt, oder?
Die restlichen Aufgaben gehen wieder supereasy von der Hand. Also, nächstes Mal rechtzeitig schlafen legen und nicht zu sehr quälen. Ich werde auf meine Ohren achten... ;-)
Die weiteren Stunden verlaufen de facto wie sonst auch zu Beginn meiner Wachphasen - null Probleme und viel Energie. Auf alle Fälle eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Arbeitsverhalten der vorherigen Wochen.

Genau wie gestern, verabschiede ich mich kurz nach 20:00 Uhr und fahre nach Hause. Auf dieser Fahrt bin ich schlauer: Telefonieren mit den Freunden. Hier noch einen Termin für's Wochenende geklärt, dort nach dem allgemeinen Befinden gefragt, und an dritter Stelle über das Experiment gesprochen. Gut, keine Müdigkeit zu verzeichnen und um Viertel nach neun abends verfrachte ich mich wieder ins Bett.

Nach einem leichten Abendessen (Orangen, rote Grütze mit Sahne und viel Mineralwasser) sitze ich wieder am PC und erledige einige meine privaten Mails, checke die Beiträge in Foren und chatte mit den Freunden über Gott und die Welt. Achja, Musik darf selbstverständlich nicht fehlen. Eigentlich bin ich viel zu fit, um mich schlafen zu legen. Aber die Wachphase ist zu Ende und um 1:10 lege ich mich wieder hin. Countdown-Timer auf 30 Minuten und zweiter Wecker auf weitere 5 Minuten später eingestellt.

[b]Der Rückschlag[/b]
Hm, wieso ist hell draußen? Wieviel Uhr ist es eigentlich und wieso fühle ich mich so schlapp? Es ist hell draußen, weil es inzwischen kurz nach 9:00 Uhr morgens ist. Mist, das sind dann gute 8 Stunden Schlaf. Damit habe ich auch die Vermutung für meine Schlaffheit: 8 Stunden sind nicht nur 3 teilbar. Was ist passiert, was ist fehl gelaufen?
Nach Prüfung der beiden Wecker ergibt sich folgendes: Ich habe beide ausgeschaltet. Okay, keine Erinnerung daran.

Dieses Phänomen von Aktivität ohne Erinnerung kenne ich aus der Vergangenheit, wenn auch nur sporadisch. Die erste Vermutung, die sich mir offensichtlich darstellt ist, zu lange geschlafen und damit die REM-Phase überschritten. Das ist mein Betrachtungswinkel, da ich am Erfolg des Experiments orientiert bin. Die andere Betrachtung ist: Was wundert mich das? Der Körper nimmt sich schon was er braucht, um vorhandene Defizite auszugleichen. Pattsituation.
Persönlich tendiere ich dennoch zum Überschlafen, da ich in den letzten 48+ Stunden keinen physischen Mangel feststellen konnte. Auch keine Erscheinungen von Übermüdung oder Schlaflosigkeit. Das kenne ich zu Genüge aus der Vergangenheit. Und... ich habe mich ja absichtlich hingelegt, ohne wirklich müde zu sein.

Okay, sämtliche Annahmen sind gegenwärtig nur spekulativ. Für das Schlafexperiment werde ich aus diesem Verlauf nun eine Änderung vornehmen: Verkürzung der Schlafphase auf 25 Minuten. Besonders nachts, da ich hier schneller als tagsüber einschlafe und somit eher in die REM-Phase übergehe.

Gut, inzwischen bin ich wieder im Büro, erledige meine normalen Aufgaben und werde mich um 13:00 wieder hinlegen und schlafen.

Für Anmerkungen und weiterführende Informationen zum Thema schreibt mir bitte einen Kommentar.


Bis denne, JoKi

Schlafzeiten: 1:00 --5:00-- 9:00 13:03 17:47 21:23


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