Get Blogged by JoKi

"The only frontiers are in your mind"
26 | 06 | 2017
Navigation
Syndication
Latest Tweets

Most Read Articles
Article Time Line
About me
Family guy, geek, entrepreneur, software craftsman: Visual FoxPro, C#, SQL Server, MySQL, Linux consultant, conference speaker

Certificates & Awards

Microsoft Certified Professional

Microsoft Specialist - Programming in HTML5 with JavaScript and CSS3 Specialist

Get in touch

Sharing is caring

Recent books


Sponsoring
If you like the information on these pages, your support is highly appreciated.
Thank you very much!
Affiliates

 

Spacer for layout formatting

Design Pattern: Singleton

User Rating:★★★★★ / 2
PoorBest 
Development 04 April 2006 - 

Als Konsequenz der Anwendung im Beitrag [url=http://jochen.kirstaetter.name/post/index/316/ScriptingFileSystemObject]Scripting.FileSystemObject[/url] stelle ich euch hier die Theorie des Design Pattern Singleton (deutsch: Einzelstück) und meine interpretierte Implementierung vor. In Wikipedia ist die Definition wie folgt beschrieben:

Das Einzelstück (engl. Singleton) ist ein in der Softwareentwicklung eingesetztes Entwurfsmuster und gehört zur Kategorie der Erzeugungsmuster (engl. Creational Patterns). Es stellt sicher, dass zu einer Klasse nur genau ein Objekt erzeugt werden kann und ermöglicht einen globalen Zugriff auf dieses Objekt.
[...]
Das Einzelstück findet Verwendung, wenn
* nur ein Objekt zu einer Klasse existieren darf und ein einfacher Zugriff auf dieses Objekt benötigt wird oder
* wenn das einzige Objekt durch Unterklassenbildung spezialisiert werden soll.
Anwendungsbeispiele sind:
* Ein zentrales Protokoll-Objekt, das Ausgaben in eine Datei schreibt.
* Druckaufträge, die zu einem Drucker gesendet werden, sollten nur in einen einzigen Puffer geschrieben werden.

Wichtig finde ich hier, dass der Singleton die Sicherstellung der einmaligen Objekterzeugung von anderen Klassen verwaltet. Es heißt nicht zwangsläufig, dass der Singleton nur einmalig instanziiert werden kann. Wobei das natürlich das Optimum darstellen würde. Soviel zur Theorie, schauen wir uns das Pattern mal in der rauen VFP-Praxis an. Vor allem auch die Frage wo wir sowas etwas überhaupt gebrauchen könnten...

Im Beitrag [url=http://jochen.kirstaetter.name/post/index/316/ScriptingFileSystemObject]Scripting.FileSystemObject[/url] bin ich leicht auf das Thema Applicationservices eingegangen (nicht im Zusammenhang mit SOA), und habe für den einfachen Zugriff einen zentralen Anlaufpunkt in meiner Anwendung erzeugt, welcher mir Objektreferenzen liefert. Wichtig ist hierbei, dass der Dienst im Normalfall nur ein einziges Mal in der Anwendung existiert und dass ich mich nicht um die Erstellung des Dienstes kümmern muss. Und genau für diesen Einsatzzweck coden wir nun unser Singleton live und in Farbe...

Als Basisklasse zur Verwaltung der Objekte verwenden wir eine Collection und spendieren dieser noch ein paar Funktionen:
[code]*====================================================================
* Beispielimplementierung für Singleton Design Pattern
*====================================================================
Define Class AbstractSingleton As Collection
*------------------------------------------------------------------
* Liefert Objektreferenz zum spezifizierten Token
* Falls das Objekt noch nicht vorliegt, wird es erzeugt
* und der Collection hinzugefügt.
*------------------------------------------------------------------
Function GetReference(tcToken As String) As Object
Local loReturn
m.loReturn = .Null.

*------------------------------------------------------------------
* Assertions und defensive Programmierung...
*------------------------------------------------------------------
Assert Vartype(m.tcToken) == T_CHARACTER  && "C"

With This
If .Exist(m.tcToken)
m.loReturn = .Item(m.tcToken)
Else
m.loReturn = .createInstance(m.tcToken)
If Vartype(m.loReturn) == T_OBJECT
.Add(m.loReturn, Transform(m.tcToken))
EndIf
EndIf
EndWith

Return m.loReturn
EndFunc

*------------------------------------------------------------------
* Diese Methode erzeugt das eigentliche Objekt,
* welches der Singleton als Referenz zurück gibt.
*------------------------------------------------------------------
Protected Function createInstance(tcToken As String) As Object
Return .Null.
EndFunc
EndDefine

*====================================================================
* Konkretisierte Ableitung für Dienste.
*====================================================================
Define Class ServiceSingleton As AbstractSingleton
Protected Function createInstance(tcToken As String) As Object
Local loReturn, loException, lcClass, lcLibrary
m.loReturn = .Null.
m.lcClass = ""
m.lcLibrary = ""

Try
*--- Hier kann man beliebigen Code zur Übersetzung
*--- des Token auf Class und ClassLibrary implementieren
*--- Beliebte Varianten sind:
*---   Do Case
*---   Lookup auf Tabelle
*---   Lookup auf XML-Konfiguration
*---   Verwendung des Design Pattern: Factory
If Lower(m.tcToken) == "filesystemobject"
m.lcClass = m.tcToken
EndIf

m.loReturn = NewObject(m.lcClass, m.lcLibrary)
Catch To loException
m.loReturn = .Null.
Assert .F. Message m.loException.Message
EndTry

Return m.loReturn
EndFunc
EndDefine[/code]

Das war's auch schon. Der Singleton schaut beim Aufruf der GetReference-Methode zuerst in seiner Collection nach, ob bereits eine Objektreferenz für das Token vorhanden ist oder nicht. Bei negativer Prüfung erzeugt der Singleton die Instanz selbst, speichert die Referenz intern und liefert sie an den Aufrufenden zurück.

Wie im Quellcode bereits kommentiert, kann die Implementierung der geschützten Methode im Prinzip beliebig unterschiedlich ausfallen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man Instanzen von VFP-Klassen, COM-Servern oder etwa Web Services erzeugt. Der Singleton muss nur wissen er eine einzige Instanz produzieren kann, der Rest funktioniert dann automagical.

Im weiteren Verlauf der Verwendung braucht sich der Entwickler dann keine weiteren Gedanken mehr machen.

Leider oder zum Glück fehlt Visual FoxPro das Konzept von statischen Klassen (static). Über dieses Sprachkonstrukt wäre man sehr wohl in der Lage die Einmaligkeit einer Klasseninstanz zu gewährleisten. Hm, dabei fällt mir gerade ein, dass es seit einiger Zeit ja den Befehl AInstance() gibt. Durch Integration in die Init-Methode des Singleton können wir dann doch wiederum was in der Art wie "static" programmieren:
[code]Define Class AbstractSingleton As Collection
*------------------------------------------------------------------
* Sicherstellen, dass der Singleton nur einmalig existiert.
*------------------------------------------------------------------
Function Init() As Boolean
Local lnCount, laInstances[1]

m.lnCount = AInstance(m.laInstances,This.Class)
Return (m.lnCount < 1)
EndFunc
*...
EndDefine[/code]

Nicht ganz fein, aber es funktioniert. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unser Singleton selbst nur einmal existiert und dass er immer nur eine Referenz von angefragten Objekten erzeugt und liefert.

Ich hoffe, dass ich euch mit dem hier gezeigten Code und den Erklärungen des Design Pattern Singleton ein wenig plausibel machen konnte.


Bis denne, JoKi


blog comments powered by Disqus
 
Spacer for layout formatting